Zurück

Der Ablauf beim Tattoowieren
 

Bevor mit dem eigentlichen Tattoowieren begonnen wird, sollte erst einmal ein ausführliches Gespräch zwischen dem Kunden und dem Tattoowierer stattfinden. Hierbei wird auf die Wünsche und Ideen des Kunden eingegangen und eine genaue Vorlage für das gewünschte Tattoo erstellt.

Es besteht die Möglichkeit, ein bereits vorgegebenes Motiv aus dem Vorlagenkatalog des Tattoostudios zu wählen oder auch mit dem Tattoowierer zusammen nach eigenen Vorstellungen ein Design oder einen Text zu bestimmen.

Nachdem die Tattoovorlage festgelegt ist, wird die zu tattoowierende Körperstelle gereinigt. Hierzu eignet sich am besten Isopropylalkohol. Um ein gutes Aufliegen der Vorlage zu gewährleisten, muss die Hautstelle rasiert werden.

Sobald diese Vorkehrungen getroffen sind, kommt die Tattoowiermaschine (wegen der Schmerzen auch gerne als "Foltergerät" bezeichnet) zum Einsatz. Diese verfügt über kleine Tanks, die mit der entsprechenden Tinte gefüllt werden. Bei den Tattoo-Tinten gibt es Unterschiede in der Qualität. Eine Verarbeitung mit nicht hochwertiger Tinte kann schnell zum Ausbruch von Allergien führen.

 

Heutzutage gibt es zwei gängige Arten von Tattoowiermaschinen auf dem Markt. Zum einen die Spulenmaschine und zum anderen die Rotarymaschine.

Die Spulenmaschine funktioniert durch ein Magnetfeld und findet am häufigsten Verwendung.

Die Rotarymaschine hingegen basiert auf einem Elektromotor. Die Nadel bewegt sich hier nicht nur auf und ab, sondern in kreisförmigen Bewegungen. Gute Tätowiermaschinen lassen sich problemlos zerlegen und bieten somit beste Möglichkeiten zum Reinigen und Desinfizieren.

Das Benutzen von Einweghandschuhen ist selbstverständlich. Natürlich wird bei jedem Kunden eine neue, sterilisierte Nadel benutzt.

 

Beim Einbringen der Farbpigmente in die Hautschicht sind verschiedene Punkte zu beachten. So ist es wichtig, dass weder zu tief noch zu oberflächlich gestochen wird:
 
  • Die menschliche Haut ist in drei verschiedene Schichten unterteilt. Der Oberhaut (Epidermis), der mittleren Lederhaut (Dermis) und der Unterhaut (Subkutis). Ein optimaler Nadelstich sollte die mittlere Lederhaut treffen. Nur in diesem Bereich der Hautschichten wird das Tattoo dauerhaft haltbar. Ein Einstechen in die Oberhaut würde mit der Zeit zu einem Abwachsen der Farbpigmente führen, da sich diese Hautschicht stets erneuert. Ein zu tiefes Einbringen der Tattoofarbe sollte insofern vermieden werden, dass dadurch Blutungen entstehen, die ein Auswaschen der Farbe zur Folge hätten.

     
  • Zu Beginn der Tattoowierung werden die sogenannten Outlines, die Außenlinien, gestochen. Danach wird die Füllung des Tattoos vorgenommen.

     
  • Nach dem Fertigstellen des Tattoos wird die betroffene Hautstelle noch mit einem desinfizierenden Mittel behandelt und mit einem Verband abgedeckt.

Hinweis:
Eine gute Nachsorge des Tattoos ist wichtig, damit keine ungewollten Entzündungen entstehen.

Jeder der volljährig ist, darf sich tattoowieren lassen. Ansonsten ist eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigen notwendig.

 

Zurück