Airbrushtattoo:
Unter Airbrush versteht man das Aufbringen eines Bildes mittels einer
Spritzpistole, die unter zu Hilfenahme von Druckluft einen feinporigen
Farbnebel erzeugt. Besonders faszinierende Farbverläufe lassen sich
mittels dieser Technik erstellen.
Viele Tattoowierer haben sich inzwischen diese Technik zu Nutze gemacht um
eindrucksvolle Tattoos zu erschaffen, hierfür wird eine handelsübliche
Airbrushpistole mit spezieller Tattoofarbe bestückt, die zuvor auf
Hautverträglichkeit geprüft wurde. Danach gibt es verschiedene
Möglichkeiten, um das gewünschte Motiv auf die Haut zu bringen: Entweder
man bastelt sich eine Schablone, die auf die Hautoberfläche aufgelegt,
fixiert und besprüht wird; oder man versucht sich Freihand, was jedoch
einiges an Erfahrung abverlangt; oder man greift zur Transferfolie, mit
deren Hilfe man das gewünschte Motiv problemlos auf die Haut übertragen
kann.
Um besonders schöne Farbverläufe zu erzielen werden die Farbschichten
nacheinander auf die Haut aufgebracht. Am besten eignet sich ein
Düsendurchmesser von 0,2 mm Durchmesser. Wichtig ist hierbei auch
Geduld, denn um ungewünschtes Vermischen der Farben zu vermeiden, sollte
stets nach jedem Farbauftrag kurz gewartet werden, bis die Farbe
getrocknet ist.
Abschließend kann das fertige Tattoo mit einem feinen Puder (z.B.
Babypuder) fixiert werden. Da die Farben, die hierbei zum Einsatz
kommen, wasserfest sind, lösen sie sich erst durch die Talgproduktion
der Haut ab. Die Haltbarkeit beträgt bei guter Pflege etwa eine Woche.
Um diese Haltbarkeit zu gewährleisten sollte man vor und nach dem
Duschen das Tattoo mit Puder einpudern und die entsprechende Hautpartie
beim Abtrocknen nur vorsichtig abtupfen. Bodylotions, Seife und Deos
sollten ebenfalls vom Tattoo ferngehalten werden.
Hennatattoo:
Aus den Blättern des Hennastrauches wird das Hennapulver gewonnen.
Dieses Pulver färbt nicht direkt, sondern muss zunächst mit Wasser
angerührt werden. Diese Paste gibt es auch schon fertig in einer Tube zu
kaufen. Der Ursprung des Hennas stammt aus Indien, wo es
traditionsbewusst als Mendis bei feierlichen Anlässen von vielen Frauen
aufgetragen wird.
Mit Hilfe eines feinen Pinsels oder Stäbchens wird die Hennapaste auf
die gewünschte Hautstelle aufgetragen, die zuvor gründlich gereinigt und
evtl. mit Olivenöl abgetupft wurde. Das Öl bewirkt, dass das Henna
besser von der Haut aufgenommen wird. Nach dem Auftragen heißt es warten
und zwar relativ lange, denn bis die Hennapaste die Haut färbt können
einige Stunden (ca. 3-8 Stunden) vergehen, in denen man die
entsprechende Hautpartie möglichst wenig bewegen sollte.
Der Färbungsprozess entsteht durch eine Art der Gärung, da das Henna mit
Hilfe von Bakterien und der eiweißhaltigen Haut eine chemische
Verbindung eingeht. Ein Nachteil ist auch, dass Henna nur in speziellen
Farben vorkommt und somit keine bunten Tattoos möglich sind.
Standardmäßig sind Hennatattoos in Orange bis Braun gehalten, auch
Schwarz ist möglich, jedoch nicht sonderlich gesund, da es PPD enthält,
was nach neuesten Erkenntnissen Krebs verursachen kann.
Die Haltbarkeit des fertigen Tattoos kann bis zu 6 Wochen betragen, da
hierbei lediglich die oberste Hautschicht gefärbt wird und es so lange
dauern kann, bis sich diese erneuert. Meist jedoch verblassen
Hennatattoos schon nach wenigem Wasserkontakt nach ein paar Tagen.
Tattoostifte:
Eine ebenfalls sehr beliebte Technik für Bodypaintings sind Tattoostifte,
die hierzu eigens dermatologisch getestet wurden. Es gibt sie in
unterschiedlichen Farben und aufgebracht auf die Haut sind sie zunächst
von einem permanenten Tattoo kaum zu unterscheiden.
Sie liegen gut in der Hand und somit ist die Nutzung einer Schablone
kaum erforderlich, da man direkt drauf losmalen kann. Wer noch etwas
unsicher ist, kann auch zu selbstklebenden Schablonen greifen, die es
dann einfach nur auszumalen gilt. Die Hautpartie sollte natürlich auch
hierbei vorher gründlich gereinigt werden.
Wichtig: Man sollte nicht auf die Idee kommen, anstelle der Tattoostifte
zu normalen Filzstiften oder ähnlichem zu greifen, da diese nicht für
die Haut geeignet sind und teilweise auch zu starken Hautreizungen oder
Allergien führen können.
Die Haltbarkeit dieser temporären Tattoos beträgt einige Tage, je
nachdem wie oft man die Stelle in der Zeit dem Wasser aussetzt, da sie
nach und nach verblasst.
Klebefolientattoo:
Wer gerne mal einen Abend lang ein Tattoo herzeigen möchte, ohne gleich
für ewig eines zu haben, oder auch einfach nur als Partygag, der kann zu
Klebefolientattoos greifen.
Hierfür wurde ein hautverträglicher Kleber verwendet, auf dem sich eine
Folie mit dem gewünschten Motiv befindet. Zum Auftragen auf die Haut,
Finger- oder Zehennägel muss lediglich die entsprechende Stelle
gereinigt werden. Danach zieht man die Schutzfolie des Klebetattoos ab,
befeuchtet es mit etwas warmem Wasser und drückt es auf die gewünschte
Stelle auf. Kurz warten und sobald sich das Papier über dem Tattoo
verschieben lässt, schiebt man es vorsichtig weg und darunter kommt das
sich nun auf der Haut befindliche Tattoo zum Vorschein. Sollte sich das
Papier nicht richtig verschieben lassen, einfach mit etwas warmen Wasser
anfeuchten und den Vorgang wiederholen bis es sich problemlos abschieben
lässt. Danach die Stelle noch kurz trocknen lassen und das
Klebefolientattoo bleibt einige Tage erhalten. Möchte man es schon nach
kurzer Zeit wieder weg haben, so genügt eine gründliche Reinigung mit
Seife und das Tattoo lässt sich sofort rückstandslos entfernen.
Online und in entsprechenden Geschäften gibt es eine Vielzahl an
vorgefertigten Klebetattoomotiven. Wem dies nicht genügt, der kann sich
auch sein gewünschtes Motiv eigens anfertigen lassen oder es auch selbst
zu Hause am eigenen PC erstellen. Die entsprechende Tattoofolien gibt es
auch für den hauseigenen PC zum selber bedrucken.
Permanenttattoo:
Permanenttattoos sind wie der Name schon sagt Tattoos für die Ewigkeit.
Die Wahl des Motives und der gewünschten Körperpartie sollte von daher
stets gut überlegt sein.
Als erstes wird die Hautpartie, auf der das Tattoo entstehen soll,
gründlich gereinigt/desinfiziert und gegebenenfalls auch rasiert. Danach
überträgt der Tätowierer das Motiv entweder Freihand oder mit Hilfe
einer Transferfolie auf die Haut. Nur die Wenigsten beginnen ohne
Vorlage drauflos zu stechen.
Als nächstes wird die Tätowiermaschine mit spezieller Tattoofarbe
bestückt und der Tätowierer beginnt, die Konturen des Motives auf der
Haut zu stechen. Die Nadel der Tätowiermaschine sticht dabei nur wenige
zehntel Millimeter tief in die Haut ein und bringt die Farbe dabei auf
der mittleren Hautschicht (Dermis/Lederhaut) auf. An dieser Stelle kann
die Farbe nicht mehr vom Körper abgebaut werden und bleibt somit ein
Leben lang erhalten. Erst wenn alle Konturen gestochen sind, geht es ans
ausmalen und schattieren der Flächen.
Bei aufwendigen Motiven muss auch mit entsprechend längeren Sitzungen
beim Tätowierer gerechnet werden, auch wird nicht immer alles beim
ersten Mal fertig gestellt und es werden mehrere Sitzungen nötig, dessen
sollte man sich stets bewusst sein. Auch kann man je nach gewünschter
Körperstelle durchaus Schmerzen verspüren, was jedoch bei jedem Menschen
stark variiert.
Nach Abschluss der Tätowierarbeit wird das Tattoo wieder gesäubert,
desinfiziert, mit einer Heilsalbe versehen und schließlich verbunden.
Besonders in den darauf folgenden Tagen ist eine besondere Pflege des
Tattoos wichtig und entscheidend für das künftige Erscheinungsbild des
Motives.
Im gleichen Atemzug wie Permanenttattoos wird auch häufig das
Permanent-Make-Up genannt. Bei dieser Technik wird so gesehen das
tägliche Make Up auf die Haut tätowiert. Mit Hilfe von Lokalanästhetika
wird dabei die gewünschte Stelle im Gesicht betäubt um besser daran
arbeiten zu können, dann wird zunächst mit Hilfe eines Pinsels das
spätere Make Up aufgezeichnet und erst nach Zustimmung des Kunden
eintätowiert.
Sonnentattoo:
Bei Sonnentattoos bedient man sich der Sonne als natürliches
Hilfsmittel. Körperpartien, die der Sonne stärker ausgesetzt werden als
andere werden dementsprechend auch brauner als diese. Das beste Beispiel
hierfür ist wohl eine einfache Armbanduhr. Geht man ohne die Uhr
abzulegen in die Sonne, hat man anschließend eine helle Stelle am Arm.
Für ein Sonnentattoo überlegt man sich nun ein Motiv und hat ferner die
Wahl, entweder dieses mit starkem Sunblocker auf die Haut zu bringen
oder aber man greift zu lichtundurchlässiger Klebefolie. Letzteres lässt
auch filigranere Arbeiten zu als der Sunblocker. Für welche Art man sich
jedoch entscheidet, danach heißt es dann abwarten und faul in der Sonne
liegen und zwar für mehrere Stunden. In dieser Zeit sich auch möglichst
wenig bewegen, denn gerade wenn man Sunblocker benutzt, kann dieser
durchaus verlaufen oder durch schwitzen verwischen. Das Sonnentattoo
würde dann weniger schön ausfallen. Von daher ist die Möglichkeit der
Klebefolie eher zu empfehlen. Als Motiv lassen sich bei Sonnentattoos
besonders gut Tribals in Szene setzen, da sie relativ einfach aufzumalen
sind.
Die spätere Haltbarkeit dieses Tattoostils ist deutlich länger als
andere zeitlich begrenzte Tattoovarianten, da sie mehrere Monate
sichtbar sind und nach und nach natürlich verblassen. Dazu kommt noch,
dass sie wasserunlöslich sind, was ebenfalls von Vorteil ist.